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Lindaunis Neubau Schleibrücke

Alte Schleibrücke Lindaunis von 1924
Neubau der Klappbrücke über die Schlei
Textquelle: bauprojekte.deutschebahn.com/p/bruecke-lindaunis

Die fast hundert Jahre alte Klappbrücke über die Wasserstraße Schlei bei Lindaunis wird durch einen Neubau ersetzt. Nach den letzten Instandhaltungsarbeiten 2003/2004 wurden verschiedene Varianten zur weiteren langfristigen Nutzung der Brücke geprüft – mit dem Ergebnis, dass eine grundlegende Instandsetzung wirtschaftlich nicht vertretbar wäre. Deshalb ist geplant, östlich der vorhandenen Brücke einen Neubau zu errichten. Dieser soll wie bisher vom Eisenbahn- und Straßenverkehr sowie Fußgängern und Radfahrern gleichermaßen genutzt werden. Das Bauvorhaben befindet sich momentan in der Plangenehmigungsphase.
Brücke geschlossen, ampelgeregelter StraßenverkehrBlick nach Süden, Bücke frei für Regionalverkehr Kiel-Flensburg-Nebenstrecke..
Die eingleisige Eisenbahnstrecke von Kiel nach Flensburg kreuzt bei Lindaunis die Wasserstraße Schlei. Die Strecke wird dort zusammen mit der Landesstraße L283 auf einer gemeinsamen Straßen- und Eisenbahnbrücke über die Schlei geführt. Die Brücke wurde 1924 errichtet und kann als Klappbrücke vom Schiffsverkehr durchfahren werden. Schienen- und Straßenverkehr teilen sich
– von Ampeln geregelt – die vorhandene Fahrbahn. Für Fußgänger und Radfahrer stehen aktuell schmale Notgehwege zur Verfügung. Fährt ein Zug über die Brücke, müssen Autos, Fußgänger und Radfahrer warten. Fahrzeuge können die Brücke zudem immer nur in eine Richtung passieren. Dadurch entstehen für sie oft Wartezeiten.

Nach den letzten Instandhaltungsarbeiten 2003/2004 wurden zur weiteren langfristigen Nutzung verschiedene Varianten untersucht. Diese stellten die grundlegende Instandsetzung der Klappbrücke einem Neubau gegenüber – mit dem Ergebnis, dass eine grundlegende Instandsetzung wirtschaftlich nicht vertretbar wäre. Deshalb soll zwölf Meter weiter östlich, parallel zur vorhandenen Brücke, eine neue Klappbrücke gebaut werden. Sie wird ca. 126 Meter lang sein und aus drei Teilen bestehen: der zweifeldrigen Vorlandbrücke Süd, der Klappe zur Öffnung der Brücke für die Durchfahrt der Schiffe sowie der einfeldrigen Vorlandbrücke Nord.
Blick auf die geschlossene Brücke in Richtung Norden
Wie bisher kann auch die neue Brücke gleichermaßen vom Eisenbahn- und Straßenverkehr sowie Radfahrern und Fußgängern genutzt werden. Für den Straßenverkehr wird nach dem Umbau je Fahrtrichtung ein eigener Fahrstreifen zur Verfügung stehen, wodurch Wartezeiten an Ampeln teilweise entfallen. Auch für Fußgänger und Radfahrer ist einseitig ein separater, gemeinsamer Geh- und Radweg geplant. Bei einer Zugdurchfahrt werden künftig nur die Kfz-Fahrstreifen gesperrt. Fußgänger und Radfahrer können ungehindert in sicherem Abstand neben dem Zugverkehr die Brücke passieren. Mit dem Neubau sind außerdem auch höhere Geschwindigkeiten möglich. Züge können dann mit 80 statt bisher 50 km/h verkehren. Für den Straßenverkehr ist eine Geschwindigkeitserhöhung von derzeit 30 auf 50 km/h vorgesehen.

Die neue Klappbrücke wird zwischen Sonnenauf- und -untergang einmal in der Stunde für den Schiffsverkehr geöffnet. Zu diesen Zeiten ist sie für Fußgänger, Radfahrer sowie für den Eisenbahn- und Straßenverkehr gesperrt. Damit ist auch weiterhin ein durchgängiger Schiffsverkehr möglich. Bisher wird die Brücke vom Fahrdienstleiter bzw. Brückenwärter vor Ort aus dem Betriebsgebäude bedient. Die neue Überführung soll fernbedient werden. Dafür wird sie an das neu zu erstellende elektronische Stellwerk (ESTW) Kiel angeschlossen.

Umwelt- und Landschaftsschutz/Gewässerschutz
Die Arbeiten zum Neubau der Klappbrücke über die Schlei finden in dem geschützten Gebiet „Naturpark Schlei“ statt. Im Vorfeld wurden deshalb alle arten- und umweltschutzrechtlichen Belange eingehend untersucht. Die entsprechenden Behörden und Verbände sowie die Träger öffentlicher Belange wurden in die Planung eingebunden und deren Stellungnahmen berücksichtigt.
„Wir hoffen, dass eine Planungsgenehmigung ausreicht, weil wir ja eine bestehende
Brücke ersetzen wollen“, sagte Meyer-Lovis. Sollte das klappen, wird der „sichtbare Baubeginn“ 2015/2016 sein. Zuvor sind noch europaweite Ausschreibungen und andere Formalien zu erledigen. Bei einer Bauzeit von zwei Jahren rechnet die Bahn mit einerFertigstellung der Brücke im Jahr 2018.
Immer wieder kommt es zu Ausfällen und längeren Wartezeiten für den Kraftverkehr.
 Nach den bisher vorliegenden Plänen wird das neue Bauwerk östlich der alten Brücke liegen. Vorgesehen sind zwei Fahrspuren für den Autoverkehr – dazwischen das Gleis. Getrennt davon sollen künftig Fußgänger und Radfahrer die Schlei überqueren. Auch das neue Bauwerk wird eine Klappbrücke.

Alle Bilder © Volker Westphal, 2016

 

 

 

 

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Stand: 12.09.2016