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Duvenstedter Brook

Im Duvenstedter Brook kann der naturinteressierte Mensch einen Eindruck davon bekommen, wie die gespenstisch anmutenden Moorwälder am Rande der offenen Flächen seit Jahrtausenden immer wieder versuchen, das Moor zu überwuchern. Doch ebenso oft scheitern sie an den baumfeindlichen Lebensbedingungen und dem sauren Milieu der offenen Moorflächen. In dieser natürlichen "Kampfzone" zwischen Moor und Wald leben europaweit bedeutende Tierarten wie beispielsweise das Rotwild, das Damwild, Rehwild, Schwarzwild, der Kranich, Gast Seeadler u. v. a. m. Die Brunft der Hirsche bildet jedes Jahr im September den Höhepunkt der Wildbeobachtung.

Grundidee ist im Herbst 2015, das Rotwild in der Brunftzeit bei unserem Harzdomizil, bei den Mackes am ruhigen Bahnhof der Harzer-Schmalspurbahn an der Eisfelder Talmühle in der Gemeinde Harztor zu beobachten. Doch dann kommt uns die bessere Idee mit dem Hamburger Naturschutzgebiet im Duvenstedter Brook fast vor unserer Haustür.

Bei dem vom NABU geführten Besuch am 16.09.2015 sehen wir lange Zeit ein großes Rudel Rotwild und mehrere kapitale Hirsche. Leider ist die Besuchergruppe groß und damit sehr laut!

Beim unserem folgenden Alleingang am 25.09.2015 sehen wir ein grosses Rudel Rotwild und mehrere kapitale Hirsche, Seeadler und Kraniche, bis der Herbstnebel aus den Moorwiesen emporsteigt und die großen Tiere nahebei nur noch deutlich zu hören, jedoch unsichtbar sind.

Bei unserem zweiten geführten NABU-Versuch am 28.10.2015 sehen wir auf der Pirsch Damwild, Seeadler, Rotfuchs, Jagdfasan, Kranich & Co. Leider auch hier wieder eine große Gruppe mit natürlich gelangweilten Kleinkindern.

Seeadler als Gast im Brook. Stundenlang sitzt er regungslos auf hohem Baum mit bester Über- und Umsicht.

 Nachdem der Seeadler von störenden Krähen genervt zum nächsten Baum fliegt, geben die Saatkrähen keine Ruhe. Sie versuchen ihn mit mehreren Vögeln und Scheinangriffen zu vertreiben. Dann plötzlich stößt er zu. Mit seinen dolchartigen Klauen greift er sich eine angreifende Krähe und geht mit ihr zu Boden. Dort wird der Kampf ausgetragen. Weitere Krähen kommen angreifend zur Hilfe und letztlich muss unser Seeadler das Opfer loslassen, das taumelig fliegend entkommen kann.

 Hier haben wir den König der Lüfte gegen 16:00 Uhr entdeckt, wo er bis zum Abendnebel auf den Moorwiesen gegen 19:30 Uhr regungslos beobachtet.

In diesem Szenario sind die Tiere nur noch selten zu sehen, jedoch gut zu hören!

Bei klarem Wetter bildet sich früh und schnell der Abendnebel auf den Moorwiesen. Schemenhaft tauchen dann mit etwas Glück die Tiere aus dem Dunst auf. Die Geräuschkulisse ändert sich nicht. Es ist mucksmäuschenstill im Moor auf dem Rückweg zum PKW. Die heiseren Rufe der Rotwildhirsche begleiten uns lange aus dem Bruchwald auf dem schnurgeraden Weg durch die Waschküche.

Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm,
Es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um.
Sagt, wer mag das Männlein sein,
Das da steht im Wald allein
Mit dem purpurroten Mäntelein.

 Graue Kraniche, wenig später hat der Seeadler seine Auseinandersetzung mit der ergriffenen Saatkrähe. Die Kraniche lassen sich dadurch überhaupt nicht stören!

Damwild: Der kleinere Bruder des Rothirschs

Auch Damhirsche röhren zur Brunftzeit, allerdings deutlich weniger imposant als der Rothirsch. Damhirsche werden meist 65 bis 100 Kilo schwer. Das Damwild hat einen kürzeren Hals und kürzere Beine und ist damit kleiner als das Rotwild. Die Paarhufer bilden ein schaufelförmiges Geweih aus, das nicht so verzweigt ist wie beim Rothirsch.

Chef passt auf!

Im mitteleuropäischen Raum ist der Rothirsch eines der größten freilebenden Wildtiere.

Der Rotfuchs ist dank seiner Anpassungsfähigkeit eines der erfolgreichsten Raubtiere der Erde. Er findet in nahezu allen Lebensräumen Nahrung für sich und seine Jungen.

Hier haben wir einen betagten und bekannten Damwildhirsch vor unserer Linse. Ihm feht sein linkes Schaufelgeweih und damit ist er leicht zu identifizieren. Das neue Jahr wird Abhilfe schaffen und wieder Symmetrie bringen.

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Stand: 11.12.2016